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München 2006. Eine Monographie zu Baccio Bandinelli und umfassende Würdigung der künstlerischen Leistung des vielgescholtenen Konkurrenten Michelangelos. Von den Zeitgenossen als vermessener Rivale des Divino verspottet, wird Bandinelli bis heute oft auf sein ehrgeiziges Hauptwerk reduziert: die neben Michelangelos David platzierte Hercules-Cacus-Gruppe auf der Piazza della Signoria. Das Nebeneinander der Riesen provoziert einen Paragone, aus dem in der Regel Michelangelo als Sieger hervorging. Das durch die literarischen Verurteilungen Benvenuto Cellinis und Giorgio Vasaris verfestigte Negativbild Bandinellis als ewig Zweiter wird hier einer kritischen Revision unterzogen. Dabei erweist sich der zentrale Aspekt der Selbstdarstellung als Schlüssel zur schillernden Persönlichkeit Bandinellis des mediceischen Hofkünstlers und wohl meistgescholtenen Bildhauers der Nachantike. Michelangelos stete Präsenz spornte Bandinelli zu einer rastlosen Produktion ambitionierter Werke an. Um sich trotz erschwindelten Adels als tugendhafter Jakobusritter zu inszenieren, bediente er sich - dies die These der Arbeit - strategisch geschickt und auf ebenso intensive wie innovative Weise der Mittel künstlerischer Selbstdarstellung. En savoir plus
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